UNTERWEGS in Myanmar

Ziel unserer zweiten Reise nach Myanmar war es, Stämme und Volksgruppen in Regionen zu besuchen, in die es bisher verboten war zu reisen. Dort die letzten Ihrer Art, die noch nach ihren alten Traditionen leben, zu besuchen und zu fotografieren.

Die Vorbereitung auf diese Reise dauerte dann auch neun Monate bis wir alle Orte und Stämme recherchiert hatten, die wir besuchen wollten, bis wir eine geeignete Agentur in Myanmar gefunden hatten, die uns genau diese Reise plant und bis wir sicher waren, dass wir auch die richtigen lokalen Guides bekommen, die den notwendigen Kontakt zu den Bewohnern in den Dörfern haben und uns die Türen öffnen können. Wir wollten in den Chin-State, soweit nördlich wie es geht aber auf jeden Fall in die Dörfer  in der Gegend um Kanpetlet und Mindat, zu den Frauen mit den Face-Tattoos, um so viel wie möglich unterschiedliche Muster sehen und fotografieren zu können. Unser nächstes Ziel war dann der Kayah-State, rund um Loikaw, ebenfalls eine bisher unzugängliche Region. Und nicht zuletzt in das Goldene Dreick, in die Grenzregion zu China, Thailand und Laos, in die Berge um Kengtung.

Am 20. Oktober sind wir dann mit einem komischen Gefühl losgeflogen, ob alles so klappen wird wie geplant und ob jemand am Flughafen auf uns warten wird, denn wir hatten das Geld für die Reise an eine Adresse in Paris überwiesen, da es  immer noch keine Möglichkeit gibt, elektronisch Geld nach Myanmar zu schicken.  Am Ende hat alles hervorragend geklappt. Wir mussten in den Bergen so viele Höhenmeter überwinden, dass wir quasi einmal den Mt.Everest hoch und runter sind, das bei hohen Temperaturen, unerträglicher Luftfeuchtigkeit und immer mit mind. 12 kg Fotogepäck auf dem Rücken. Wir sind mit insgesamt mehr als 10.000 Fotos, zig Seiten Notizen und vielen Geschichten über die Begegnungen mit den Menschen zurückgekehrt und können sagen, dass wir nur freundliche Menschen getroffen haben. Im Nachfolgenden ein ganz kleiner Ausschnitt von Fotos und Geschichten.

 
 

Wir trafen sie mitten in Mindat. Als wir sie ansprachen holte sie sofort ihre Bambusflöte (Bild) und fing an zu spielen und zu tanzen. Es war kaum möglich sie zu fotografieren, so schnell hat sie sich bewegt. Sie gehört zum Stamm der HMOYE. Ihr Name ist Daw Pantau, sie wurde mit 15 Jahren tätowiert, einschließlich ihrer Augenlieder, das nach ihren Aussagen sehr schmerzhaft war. Das ganze Gesicht war geschwollen und sie konnte eine Woche lang kaum essen.Daw Pantau hat 5 Kinder, eine Ihrer Töchter ist auch tätowiert. Sie sagte uns, sie wäre 100 Jahre alt, na ja war wohl ein wenig übertrieben.

In den schwer zugänglichen Gebirgsregionen des Chin-State, im äußersten Westen Myanmars leben die Frauen mit den Gesichtstattoos. Eine Tradition, die nicht mehr weitergelebt wird und damit am Verschwinden ist. Jeder Stamm hat sein eigenes Tattoomuster. Hier das der HMOYE Frauen.

Wir trafen sie am fünften Tag unserer Reise mit ihrem Mann im Dorf Minhaung. Das Dorf liegt sehr hoch, ca. 1500m. Entsprechend lange mussten wir laufen bis wir es erreicht hatten. Ihr Name ist DANLANG und sie ist 55 Jahr alt. Tätowiert hat sie ihre Mama. Es dauerte einen ganzen Tag. Gesicht und Hals wurden gemeinsam tätowiert. Man kann bei Ihr sehr schön das Muster der Muun erkennen: Das typische Y über der Nase, kleine Punkte um den Mund, Striche am Kinn, Halbkreise auf der Wange und Kreise am Hals.

Die Tätowierungen werden mit einem Zweig einer sehr stacheligen Pflanze durchge-führt, die Farbe wird aus Ruß und einem Sud aus Blättern gewonnen. Dieser Sud dient ebenfalls der Desinfektion . Auf dem Foto ist eine Frau des Stammes der Muun auch mitunter als Mün oder N‘Men bezeichnet.

Das war einer der Höhepunkte der Reise. Am Rand von Mindat lebt diese 90 jährige Dame, ihr Name ist Yaw Shen. Jeder Fotograf, der in diese Gegend kommt möchte sie treffen, da sie so etwas wie ein Star ist. Yaw Shen lebt aber mittlerweile zurückgezogen bei einer ihrer Töchter und gestattet nur noch selten Besuch um so größer war die Freude, dass sie uns empfing und uns dann sogar noch ein Lied auf der Nasenflöte spielte. Das Lied, das sie für uns spielte war ein Willkommenslied, das sie immer spielt wenn ihre Tochter, die in Amerika lebt, sie besucht. Da das aber sehr selten ist, wird sie beim Spielen immer traurig. Wenn man ganz genau hinsieht, kann man erkennen, dass sie mit den Gedanken vollkommen woanders ist. Sie ist die letzte Frau des Stammes der M`KHAN, die die Nasenflöte spielt.

Warum diese Frauen tätowiert sind, darüber haben wir immer wieder drei Geschichten gehört. Eine ist, dass der burmesische König regel-mäßig durch das Land zog und schöne Frauen für seinen Harem suchte und diese dann auch einfach entführte. Da die einzelnen Stämme das nicht wollten fingen sie an, die Frauen mit speziellen Mustern zu tätowieren. Eine andere ist, das die Stämme nicht wollten, dass sie sich vermischten.

Nach mehreren Stunden Wanderung und über 500m Höhenunterschied trafen wir in dem Dorf LUPE diesen alten Herrn vom Stamm der Muun. Sein Name war UBUKEE und er war schon 100! Jahre alt, hörte schwer und sah auch nicht mehr alles. Trotzdem erzählte er uns stolz das er während der japanischen Besetzung 1942-45 gegen die Japaner gekämpft hat. Er erzählte uns weiter, dass er, als er noch jung war mit Pfeil und Bogen mehrere Bären erlegt hat und zeigte uns stolz deren Schädel, die an seiner Hauswand hingen. Wir hatten das Gefühl, dass er sich freute all diese Geschichten aus seinem Leben erzählen zu können und wir ihm dabei aufmerksam zuhörten. Zu diesen Geschichten gehörte auch, dass er uns seine Ohrringe zeigte und erklärte, dass jeder dieser Ohrringe eine Kuh wert wäre, dabei sahen sie so aus, als wären sie einfach nur aus Messing.

Die Tierschädel, die man an den Fassaden der Muun-Häusern finden kann, sind stille, aber ausdrucksstarke Zeugen einer jahrhundertealten Kultur. Für Außenstehende wirkt der Anblick zunächst befremdlich, doch für die Muun erzählen diese Schädel Geschichten von Glauben, Gemeinschaft und sozialem Rang. In der animistischen Tradition der Muun sind Mithun-Rinder, Büffel oder Wildtiere, wie z.B. Bären, zentrale Opfergaben an die Natur- und Hausgeister, die das Wohl des Dorfes schützen sollen. Wenn ein Tier geopfert wird, verteilt die Familie sein Fleisch an die Gemeinschaft, der Schädel aber bleibt zurück. Er markiert das Opfer, stärkt den spirituellen Schutz des Hauses und bewahrt die Erinnerung an das Ritual. Gleichzeitig spiegeln die Schädel den gesellschaftlichen Status der Bewohner wider. Jedes Opferfest, jede Jagd, jedes große Mithun-Rind, das gegeben wurde, zeugt von Großzügigkeit und Wohlstand. Besonders bei den traditionellen „Feasts of Merit“ galt die Zahl der dargebrachten Tiere als sichtbarer Ausdruck von Ehre und Ansehen. Die Hauswand wird so zu einer Art öffentlicher Chronik, in der die Lebensgeschichte der Familie eingeschrieben ist, nicht in Schrift, sondern in Knochen. Auch wenn sich viele Muun inzwischen dem Christentum zugewandt haben und einige dieser Bräuche im Wandel sind, bleiben die Schädel bis heute ein lebendiges kulturelles Erbe. Auf dem Foto dokumentieren sie nicht nur vergangene Feste und Opfer, sondern erzählen von einer Weltanschauung des alten Mannes und seiner Familie, in der die Grenzen zwischen Mensch, Natur und Geist kaum existieren – und in der selbst die Überreste eines Tieres eine tiefere Bedeutung tragen.

Der Animismus war und ist in Myanmar immer noch stark ausgeprägt. Animismus meint den Glauben an Geister und ähnlichen Erscheinungen, hierbei handelt es sich um einen Naturglauben. Der Buddhismus hielt in Myanmar vor etwa 1000 Jahren Einzug, das Christentum deutlich später (überwiegend Baptisten aber auch Methodisten). Beide Religionen konnten den Animismus aber nie verdrängen. Das hatte zur Folge, das heute noch beide Glaubenskonzepte koexistieren, und teilweise sogar ineinander integriert wurden.

Auf dem Foto zwei Frauen der Kayan, mitunter werden sie auch als LongNecks (abwertend) bezeichnet. Wir trafen sie unterwegs. Sie saßen in einem der vielen kleinen Geschäfte in denen man auf der Straße zubereiteten Reis kaufen konnte. Wir baten sie fotografieren zu dürfen, da sie beide einen sehr langen Hals hatten.

Im Kayah-State im Süden Myanmars leben einige interessante Stämme, die Kayah, die Kayaw und die Kayan, die Pa-O und die Lisu. Diese Gegend zählte bis vor kurzem noch zu den schwarzen Gebieten Myanmars, d.h. Gebiete, die man nicht betreten darf. Mittlerweile gehört die Gegend um Loikaw zu den braunen Gebieten, also Gegenden, die man mit speziellen Genehmigungen der Regierung und der lokalen Armeen der Rebellengruppen unter Auflagen besuchen darf. Das haben wir auch erfahren müssen, denn wir wurden immer wieder von Posten der Rebellenarmeen angehalten und unsere Dokumente überprüft. Mitunter waren auch Kindersoldaten dabei. Der Guide hatte mir dringend empfohlen, nicht zu versuchen sie zu fotografieren. Sollte man alle diese speziellen Genehmigungen nicht besitzen, riskiert man nach wie vor sein Leben. Rund um den wenig von ausländischen Touristen besuchten Ort Loikaw leben diese Völker in den Bergen und den Wäldern.

Diese Frau trafen wir in Panpet Village, ca. zwei Autostunden von Loikaw entfernt. Panpet ist eine Ansammlung von Dörfern, dazu zählen Ruam Ku, Kathaegu, Salonekanar und Pinma Saung, und jedes Dorf spricht einen anderen Dialekt. Eine Herausforderung für unseren Guide.  Als wir dort ankamen fand gerade ein buddhistisches Fest statt und wir wurden mit großem Hallo begrüßt. Eigentlich sollte dort der lokale Führer auf uns warten, aber er war nicht da, ja auch so etwas kann passieren. So griffen wir uns einen Jungen aus dem Dorf, der uns dann durch die umliegenden Dörfer führen musste.

Die ersten Ringe bekam DAW MUU DANNG, so ihr Name, mit 5 Jahren, 7 Ringe, dann mit 7 Jahren und mit 10 Jahren weitere. Seit ihrem 30. Geburtstag trägt sie 25 Ringe, die fast  5kg wiegen. Heute ist sie 69 Jahre alt. Für das Schlafen mit den Ringen gibt es spezielle Nackenstützen.

Bilder von Kayan Frauen mit diesem Halsschmuck sind nicht unbekannt. Doch stammen diese Bilder fast immer aus Thailand, aus Chiang-Mai. Diese Frauen dort sind Flüchtlinge, die vor den Zuständen und den dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen im Kayah-State geflohen sind. Der originale Stamm lebt in der Nähe von Loikaw. Die Ringe sind aus einer Bronze/Messing-Legierung, manchmal auch nur aus Messing. Sie tragen sie um den Hals und die Knie. Meistens im Alter von 5 Jahren bekommen sie die ersten Ringe, und die finale Anzahl der Ringe wenn sie 15 oder 16 Jahre alt sind.  Die Ringe sind recht schwer > 4 kg allein am Hals (je nach Anzahl). Sie werden nie abgelegt. Die meisten der Frauen werden mit den Ringen am Hals bestattet. Gereinigt werden die Ringe mit Ahornsaft und Reisstroh, zwei- bis dreimal die Woche, im Sommer bei hohen Tempera-turen täglich

Auf dem Foto, die Thar Kaung Pagode am Inle See. Sie besteht aus mahr als 200 Stupas. Bei unserem ersten Besuch in Myanmar, lag diese Pagode noch in einem für Ausländer verbotenem Gebiet. Um zu ihr zu kommen, mussten wir einen speziellen Check-Point passieren und einen der führenden Generäle der Pa-O Rebellenarmee bestechen. Zum Zeitpunkt unserer zweiten Reise war das Gebiet allen zugänglich und es finden immer mehr Besucher den Weg dorthin, der Check-Point war noch auf Karten verzeichnet aber das war auch alles. Aktuell (2025) gilt in den meisetn Gebieten der Ausneahmezustand und man kann dort nicht hinreisen. Wir hatten also Glück.

Bei unserer Reise durch Myanmar haben wir auch einige Orte wieder besucht, an denen wir vor vielen Jahren schon einmal waren.  Unterwegs aus der Gegend um Loikaw kommend zum Flughafen Heho sind wir mit dem Boot über den Inle See gefahren. Die schwimmenden Gärten nehmen immer mehr Platz ein, es gibt kaum noch Fische und damit auch kaum noch Fischer, weil der See überdüngt ist. Die Anzahl der Motorboote, die Touristen auf dem See herumfuhren hatte sich ver x-facht. Die Ostseite des Sees ist mit Hotels bebaut worden, damit man von seiner Terasse aus den Sonnenuntergang über dem Inle See beobachten kann. Bei unser ersten Reise stand dort kein einziges Gebäude. Auf den Wasserstrassen herrscht mittlerweile immer rush hour. Der Inle See ist für den Tourismus in Myanmar zum Mainstream geworden, mit allen Problemen, die damit einhergehen. Wie es im Moment ist, ist unklar.

Das buddhistische Shwe Yaunghwe Kloster ist sicher vielen von Bildern in Magazinen oder Reiseführern bekannt. Es ist völlig anders als die meisten Kloster in Asien. Das Kloster ließ Ende des 19. Jahrhunderts ein Shan-Fürst bauen. Das Gebäude besteht vollständig aus Teakholz und fällt durch seine ovalen Fenster auf , deshalb wird es manchmal einfach nur das Ovale Kloster genannt. Es wird u.a. zum Schulunterricht von Novizen genutzt. (Novizen sind in Myanmar Mönche, die noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben)

Auch diesen Ort hatten wir auf unserer ersten Reise besucht. Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs und kamen abends am Kloster an. Außer uns und den Mönchen war dort niemand. Die Mönche waren gerade mit der Abendtoilette beschäftigt und wir kamen problemlos mit ihnen in Kontakt und konnten sie ungestört fotografieren. Dieses Mal war es so, dass gar keine Mönche da waren, sondern nur sehr viele Reisebusse mit Touristen, vor allem deutsche, die das Kloster regelrecht überfielen. Es herrschte ein Gedränge und Geschiebe. Die Reisenden stellten sich in die Fenster und ließen sich fotografieren, denn Mönche waren ja keine da. Von unserer letzten Reise wussten wir aber wo die Mönche sich aufhielten. Meike überzeugte zwei Novizen für dieses Foto ausschließlich für uns zu posieren. Und damit ging das Problem erst richtig los, denn die Touristen wollten sich zum Fotografieren neben die Mönche in die Fenster stellen und es waren viele Touristen, sehr viele. Es war extrem schwierig all diese Touristen für dieses eine Foto von den Fenstern fern zu halten. Deswegen wurden wir auch ausgiebig von unseren Landsleuten beschimpft.

Diese ältere Dame gehört dem Stamm der Akhu an. Die Frauen der Akhu tragen schwarze Kleidung, ein Tuch auf dem Kopf zum Turban gebunden, bunte Ketten und große silberne Ohrringe. Fast alle Frauen rauchen Pfeife und nicht immer ist es Tabak, was dort in der Pfeife ist. Ihr Name war LAWYUIT, sie ist 76 Jahre alt und hatte uns zum Tee eingeladen. Das Dorf, Wan-Sai, dass wir aus Sicherheitsgründen erst nicht besuchen sollten, dann aber doch durften, bestand nur aus Alten, Schwangeren und Kindern. Es lag an einem Hang und bestand ausschließlich aus Bambushütten. Schon ein paar hundert Meter weiter war das nächste Dorf vom Stamm der Eng und in die andere Richtung ein paar hundert Meter, leben die Thai-Khun.
Der Grund warum wir nur Alte, Schwangere und Kinder vorfanden war, dass die Eltern entweder in Thailand oder in Dubai arbeiten und die Großeltern die Kinder erziehen müssen.

Rund um den Ort KengTung (Kyaing Tong) im Nordosten Myanmars, im östlichen Shan-State, im Goldenen Dreieck gelegen, findet man weitere interessante Völker in den Bergen, wie die Silver Palaung, die Akha, Akhu, Lahu, Eng und weitere. Die Region ist bekannt für die größte Opiumproduktion weltweit. Aufgrund des Opiumhandels und den Aufständen in der Vergangenheit war es verboten diese Region zu bereisen. Seit kurzem ist es aber mit den entsprechenden Genehmigungen möglich. Unruhen gibt es in dem Gebiet nach wie vor, so konnten wir nicht alle Orte besuchen, die wir geplant hatten, weil es dort sehr unsicher ist.

Diese Dame gehört zum Stamm der Akha im Dorf HO KYEIN HTET. Es gibt das Dorf 1-4, sie lebt im Dorf 1. Ihr Name ist Minee und sie ist 69 Jahre alt. Sie hat sieben Söhne, eine Tochter und 29 Enkel. Im Dorf 1 leben die Animisten des Stammes. In den Dörfern 2, 3 und 4 Buddhisten und Christen. Den Übergang zwischen Animisten und Buddhisten/Christen kennzeichnen spezielle rituelle Objekte. Für die Besänftigung der Geister, die in diesen Objekten wohnen muss man ein Opfer bringen will man den animistischen Teil des Dorfes betreten.Man erklärte uns aber, dass die Geister auf Ausländer nicht böse sind, wenn diese keine Opfer bringen, noch mal Glück gehabt.

Die Akha sind ein indigener Stamm der in den Bergen der Grenzregion Myanmars, Laos`, Thailands und der chinesischen Provinz Yunnan leben. Sie unterscheiden sich in ihren Trachten von Dorf zu Dorf, vor allem in den Kopfbedeckungen der Frauen. Früher waren diese „Hüte“ aus Silber, heute nur noch aus einer Legierung mit geringem Silberanteil. Trotzdem ist die Kopfbedeckung immer noch recht schwer und wird von den Frauen den ganzen Tag getragen, von vielen sogar bei der Arbeit auf dem Feld.

Die Religion der Akhar lehnt sich stark an den Animismus an. Diese kann man beschreiben als ein Mischung aus Animismus und Vorfahren Verehrung in Verbindung mit Plätzen, Natur und deren Zyklen. In den Akha Dörfern und Häusern findet man überall Objekte, die die Geister besänftigen sollen, die Rituale sind sehr kompliziert und auf bestimmte Gruppen beschränkt. Interessant sind die Orte, wo sie ihre Toten bestatten.